Das Projekt wird gefördert vom Sozialministeriumservice Wien
und dem FSW - Fonds Soziales Wien

Wichtige Informationen VOR einer Einreichung über TAVOX

Bitte beachten Sie, dass es keinen selbstverständlichen "Anspruch auf Individualförderungen" gibt und schon gar nicht auf die Höhe etwaiger Förderungen. Ob und in welcher Höhe ein hörbehindertenbedingter Förderbedarf gegeben ist, leitet sich erst nach Abklärung und in weiterer Folge Einreichung in unserem Servicecenter aus dem Status einer Person sowie den Förderrichtlinien der jeweiligen Fördergeber (Sozialministeriumservice, FSW, PVA, Unterstützungsfonds, etc.) ab. Hiezu sind die unten erwähnten Unterlagen der "Checkliste" unabdingbare Voraussetzung, um überhaupt aktiv werden zu können!

Ganz wichtig: Weder unser Projektträger "VOX-Schwerhörigenzentrum Wien" noch unsere Beratungsstelle gewähren direkt oder indirekt finanzielle Förderungen!

Für jegliche aktive Unterstützung durch unsere Servicestelle ist ein persönlicher Termin der betreffenden Kundinnen und Kunden bei uns im Beratungscenter erforderlich!

Wir bitten um Kenntnisnahme!

Benötigte Unterlagen bei Antragstellungen

Wenn wir für Sie Anträge oder Einreichungen im Zusammenhang mit Kostenübernahmen für Hörsysteme etc. bei Fördergebern wie Sozialministeriumservice, Fonds Soziales Wien, PVA etc. vornehmen sollen, dann drucken Sie sich bitte folgende Checkliste VOR einem Besuch oder einer Terminvereinbarung bei uns aus:

CHECKLISTE für Klient/innen unseres Beratungscenters
(Stand: 12. September 2016)

Darin finden Sie alle Unterlagen aufgelistet, die wir benötigen, um für Sie aktiv werden zu können.

Feststellungsbescheid für berufstätige Antragsteller/innen Bedingung für Individualförderungen

Bitte beachten Sie, dass von Klientinnen & Klienten, die berufstätig sind seit Jänner 2016 generell ein Feststellungsbescheid (Feststellung Grad der Behinderung "GdB") benötigt wird, um überhaupt Antragstellungen auf Individualförderungen machen zu können. Dieser ist über unsere Beratungsstelle beim SMS Sozialministeriumservice einzureichen. 

Ganz wichtig ist, dass Sie unseren Berater/innen sofort Bescheid geben, sobald Sie eine schriftliche Verständigung vom Sozialministeriumservice über das Ergebnis erhalten. Denn wir bekommen diesen Bescheid nicht vom SMS, der ergeht ausschließlich an die Klient/innen!
Diese schriftliche Verständigung ist dann bitte rasch an uns zu faxen bzw. per Email an uns zu senden, denn nur dann können wir Ihren Antrag auf Individualförderung weiter bearbeiten. Der Feststellungsbescheid ist für Berufstätige die Voraussetzung für eine Einreichung unabhängig vom Fördergeber!

Formulare erhalten Sie bei uns oder als Download HIER!

Individualförderungen im beruflichen Bereich (Stand 15.10.2015)

Seit Mitte Oktober 2015 gelten bei Anträgen von schwerhörigen Menschen mit Feststellungsbescheid, die über unsere Beratungsstelle Restkostenfinanzierungen behindertenbedingter Anschaffungen geltend machen wollen neue Regelungen:

Hörsysteme-Restkosten:
Anträge von Menschen mit Feststellungsbescheid werden von uns ans Sozialministeriumservice weiter geleitet. Im Falle einer Förderung bleibt unabhängig von der Einreichsumme ein Selbstbehalt von € 100,- für den/die Klient/in.

Hörtechnische Zusatzhilfsmittel:
Hörtechnische Zusatzhilfsmittel (spezielle Schwerhörigentelefone, Höranlagen, Kommunikationshilfen,...) werden zunächst via PVA (Pensionsversicherungsanstalt) eingereicht. Im Falle von dann noch offenen Restkosten wird dann in weiterer Folge beim SMS (Sozialministeriumservice) eingereicht, wobei auch hier unabhängig von der Einreichsumme ein Selbstbehalt von € 100,- für den/die Klient/in bleibt.

Wichtig: Für Personen, die eine berufliche Tätigkeit bei Bund, Land oder Gemeinde (Arbeitgeber) verrichten, ist für sämtliche behinderungsbedingten Anschaffungen der Arbeitgeber verantwortlich und zahlungspflichtig! Dies regelt das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz. 

Wir bitten um Kenntnisnahme.

Individualförerungen im privaten Bereich (FSW)

Aktuell wird die Individualfördergebung beim FSW punkto Schwerhörigkeit wie folgt abgehandelt:

1. Der Fonds Soziales Wien (FSW ) fördert und koordiniert als Träger der Behindertenhilfe Leistungen und Maßnahmen für Menschen mit Behinderung im Rahmen des Leistungssprektrums, welches das Chancengleichheitsgesetz Wien (CGW) vorsieht. Zielgruppe im Sinne dieses Gesetzes sind Menschen mit Behinderung, die auf Grund nicht altersbedingter, körperlicher, intellektueller oder psychischer Beeinträchtigungen oder auf Grund von Sinnesbeeinträchtigungen in ihrer Entwicklung oder in wichtigen Lebensbereichen, insbesondere bei der Berufsausbildung, der Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft dauernd wesentlich benachteiligt sind.

Ist die Behinderung altersbedingt, ist keine Förderung im Rahmen des CGW möglich.

Jene Leistungen sind zu fördern, die zur Unterstützung des Menschen mit Behinderung im Sinne des CGW im Einzelfall sinnvoll, notwendig und zweckmäßig sind. Die Höhe der Förderung muss in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen für den Menschen mit Behinderung stehen. Bei Antragstellung müssen die Voraussetzungen erfüllt sein und von der Antragstellerin/vom Antragssteller auch nachgewiesen werden.

2. § 15 CGW in Verbindung mit der Hilfsmittelverordnung (HM-VO) sieht vor, Hilfsmittel zu fördern. Hörgeräte sind Hilfsmittel, die speziell für Menschen mit Hörbehinderung konzipiert sind und die die behinderungsbedingte Beeinträchtigung ausgleichen helfen. Nur diese Hörgeräte werden gefördert. Die Förderung von Zubehör (z.B. Fernbedienungen, etc.) ist im Gesetz nicht vorgesehen.

3. Das CGW ist gemäß § 5 CGW gegenüber allen anderen Gesetzen, Statuten oder Verträgen subsidiär, d.h. nachrangig. Das bedeutet, dass Leistungen zuerst bei anderen Stellen zu beantragen sind, erst nach Ausschöpfung aller in Frage kommenden öffentlichen und privaten Stellen, ist das CGW maßgebend, auf Grundlage dessen der FSW Leistungen fördert. Bei Hörgeräten ist der Sozialversicherungsträger (z.B. die Krankenkassa) maßgebend, da er Hörgeräte als Heilbehelfe bewilligt. Der FSW hat die Möglichkeit, einen Zuschuss zu Kosten zu gewähren, die über jene Kosten, die die Sozialversicherung bereits übernommen hat, hinausgehen. Der FSW orientiert sich bei der Bemessung des im Einzelfall zu leistenden Zuschusses am bereits vom Sozialversicherungsträger gewährten Zuschuss.

Außerdem gibt es gemäß § 2 HM-VO eine betragliche Höchstgrenze für Hörgeräte, soweit die Kosten nicht von der Sozialversicherung zu tragen sind und innerhalb der letzten fünf Jahre vor Antragstellung keine Förderung für denselben Zweck gewährt wurde. 

(Text vom FSW zur Verfügung gestellt vom 01.07.2015)

Ist Ihr Hörsystem barrierefrei?

Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen zur Umsetzung von Barrierefreiheit, in Kooperation mit dem ÖSB-Österreichischer Schwerhörigenbund Dachverband und in Absprache mit unseren Fördergebern dürfen wir Sie darauf aufmerksam machen, sich bei einer Hörsystemversorgung mit der "Barrierefreiheit Ihres Hörsystems" auseinanderzusetzen.
Was es dazu zu wissen gibt, erklärt Ihnen folgendes Downloaddokument:

Ist Ihr Hörsystem barrierefrei?

Akustische Barrierefreiheit für Schwerhörige! - Ein Statement des ÖSB

Folgendes im Oktober 2016 aktualisierte Statement der Bundesinteressenvertretung Schwerhöriger ÖSB (Österreichischer Schwerhörigenbund Dachverband) erklärt, worauf es bei der Umsetzung von akustischer Barrierefreiheit für Schwerhörige ankommt:

ÖSB-STATEMENT ZU AKUSTISCHER BARRIEREFREIHEIT